Das Wunder namens Magnesium – Wie du deinen Magnesiummangel in den Griff bekommst!

by Valentina – Wednesday, 31. January 2018

Als zweithĂ€ufigstes Element in unserem Körper spielt Magnesium eine zentrale Rolle in hunderten Enzymprozessen. Unglaubliche 80% aller Menschen haben einen Defizit. Millionen leiden tĂ€glich unter den Folgen eines Magnesiummangels ohne es zu wissen! Laut Norman Shealy, MD, Ph.D – einem amerikanischen Neurologen – kann jede bekannte Krankheit mit einem Magnesiummangel assoziiert werden und gleichzeitig ist Magnesium die, noch oft unbekannte, Geheimwaffe im Kampf gegen viele Krankheiten!

In natĂŒrlicher Form kommt es als Magnesiumchlorid im Salzwasser der Meere, als Magnesiumcarbonat in Magnesiten (Gestein) und im pflanzlichen BlattgrĂŒn, dem Chlorophyll vor.

Organisches Leben – Pflanzen, Tiere, der menschliche Körper – ist aus Kombinationen von Elementen aufgebaut. Diese sind die Bausteine fĂŒr unser Gewebe, all unsere Korperfluessigkeiten und den mikroskopischen Elementen, welche unsere Funktionen regulieren. Nebst diesen Bausteinelementen finden sich auch Mineralien in unserem Körper. Magnesium nimmt hierbei die Rolle eines Makrominerals ein, neben Calcium, Natrium und Kalium. Durchschnittlich enthĂ€lt ein menschlicher Körper rund 25g Magnesium. Da wir es nicht selber produzieren können, muss es durch die ErnĂ€hrung aufgenommen werden.

Funktionen:

Die Liste der Körperprozesse, bei denen Magnesium involviert ist, scheint endlos lange. Bereits bei ĂŒber 800 Enzymreaktionen ist es ein kritischer Komponent um die Gesundheit unserer Zellen zu garantieren. Wir werden uns in diesem Post auf ein paar essentielle Funktionen beschrĂ€nken:

Homöostase

Jede unserer Zellen erfĂ€hrt einen stĂ€ndigen Ein-/Ausfluss von Mineralien wie Calcium, Kalium und Natrium. Die Konzentrationen innerhalb und ausserhalb der Zellen mĂŒssen dabei stabilisiert werden, damit die Balance (Homöostase) dieser Mineralien erhalten werden kann. Magnesium nimmt dabei die Funktion eines Regulators ein und kontrolliert die Levels, was essentiell ist fĂŒr die Nervweiterleitung, einen normalen Herzrhythmus und generell Muskelkontraktionen.

Muskelkontraktion und Relaxation

Die meisten denken bei Calcium an Knochen. Jedoch wird es, wie Magnesium, auch von unseren Muskeln gebraucht. Calcium spielt dabei einen Part wĂ€hrend der Kontraktion, wobei Magnesium fĂŒr die Relaxation danach eingesetzt wird. Deshalb leiden Sportler oft an MuskelkrĂ€mpfen, wenn sie einen zu tiefen Level haben. Der Muskel verkrampft sich und kann sich nicht mehr lockern. Oft treten auch Nebenerscheinungen wie Muskelzuckungen oder ein Kribbeln in den ExtremitĂ€ten ein.

Power fĂŒr unsere Enzyme

Wie andere Mineralien spielt auch Magnesium eine primĂ€re Rolle bei Enzymreaktionen unseres Körpers. In ĂŒber 800 Prozessen ist es als Regulator beteiligt. Es sind Reaktionen wie die Aufspaltung unserer Nahrung im Verdauungstrakt, Synthese von Proteinen und Antioxidantien oder die Zellteilung, welche ohne Magnesium nicht ablaufen könnten.

Energieproduktion

Energie wird in unserem Körper in Form eines MolekĂŒls namens ATP gespeichert bzw. produziert. Einen entscheidenden Einfluss auf diese Produktion macht der sogenannte Krebszyklus, der Elektronen bereitstellt, welche in einem weiteren Prozess fĂŒr die ATP-Synthese in den Zellen benötigt wird. In sechs von acht Schritten dieses Zyklus wird Magnesium als Kofaktor gebraucht. Somit kann also klar gesagt werden, dass Magnesium auch bei unserer Energieproduktion nicht wegzudenken ist. 

Einfluss auf unsere Psyche

Wer nun gedacht hat ein Magnesiummangel beschrĂ€nke sich nur auf physische Nebenwirkungen hat sich getĂ€uscht. Es konnte festgestellt werden, dass es sogar einen mentalen Einfluss hat. Menschen mit zu tiefen Levels, haben MĂŒhe mit der Stressbewaeltigung und leiden oft an AngstzustĂ€nden und Panikattacken bis hin zu Depressionen.

Vorkommen:

Magnesium ist sehr verbreitet in pflanzlichen wie auch tierischen Lebensmitteln.  BlattgrĂŒnes, Spinat, NĂŒsse, Samen und Vollkorn sind gute Quellen. Generell ist es in allen Lebensmitteln zu finden, welche Ballaststoffe enthalten. FrĂŒhstĂŒcksflocken werden oft mit Magnesium verstĂ€rkt. Spuren werden auch in Wasser nachgewiesen. Die Marke spielt aber eine grosse Rolle, so dass gewisse nur 1mg/L andere aber bis zu 120 mg/L enthalten. Es lohnt sich also da einmal nachzuschauen.

Etwa 30 – 40% des eingenommenen Magnesiums wird von unserem Körper absorbiert.

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat eine empfohlene Tageszufuhr fĂŒr Magnesium festgelegt – DV (Daily Value). Der DV fĂŒr Magnesium betrĂ€gt 400 mg fĂŒr Erwachsene und Kinder ab vier Jahren.  EnthĂ€lt ein Lebensmittel mehr als 20 % des DVs wird es als magnesiumreich angesehen.

Die bekannte Ärztin, Naturopathin und Autorin von “The Magnesium Miracle” hat nach neuen Erkenntnissen den DV auf 800mg gesetzt. Die doppelte Menge! Falls man gerade auf der Suche nach einer spannenden LektĂŒre ist, sind ihr Buch oder ihre Podcast sehr zu empfehlen.

Dies sind die Top 7 der magnesiumreichsten Lebensmitteln:

4 Risikogruppen:

Laut dem Ministerium fĂŒr Gesundheit unterliegen nicht alle Menschen dem gleichen Risiko einen Mangel an Magnesium zu haben. Gewisse absorbieren durch eine genetische Veranlagung nicht gleich effizient wie andere. Ebenso spielt die ErnĂ€hrungsweise eine wichtige Rolle und dem emotionalen oder arbeitsbedingten Stress, dem man sich aussetzt.

Vier Risikogruppen wurden erfasst:

  1. Verdauungsprobleme

„Every disease begins in the gut“ Hippocrates wusste es bereits schon vor ĂŒber 2000 Jahren. Eine gesunde Darmflora sorgt fĂŒr eine ideale Absorption im Darm. Magnesium wird erst im DĂŒnndarm aufgenommen, weshalb Menschen mit Problemen in diesem Bereich – Morbus Krohn, DĂŒnndarmentzĂŒndung etc. – dazu neigen einen Magnesiummangel zu haben.

  1. Typ 2 Diabetes

Durch das hĂ€ufige Wasserlassen, der an Typ 2 Diabetes erkrankten Menschen, leidet die Magnesiumabsorption. Wird jedoch der Zuckergehalt in den Nieren durch natĂŒrliche ErnĂ€hrungsumstellung gesenkt, kann ein Mangel in den Griff bekommen werden.

  1. Alter

Mit den Jahren sinkt die Absorptionseffizienz im Darm, wir scheiden Magnesium erhöht im Urin aus und unsere Speicher in den Knochen verlieren an KapazitÀt.

  1. Alkohol

Alkohol kann sozusagen als ein Anti-Mineralstoff bezeichnet werden. Es saugt den Zellen im wahrsten Sinne des Wortes die Mineralien heraus und sorgt dafĂŒr, dass diese nicht gebraucht oder gar nicht absorbiert werden können. Dasselbe gilt ĂŒbrigens fĂŒr Vitaminen. Alkohol sorgt auch fĂŒr Dehydrierung, einem Ungleichgewicht der Darmflora, geschwĂ€chtes Immunsystem, Schlafstörungen und frĂŒhzeitigem Altern. Lust auf ein Glas Wein?

Bei der Einnahme gewisser Medikamente – z.B. Prednisone  (NSAIDs) – ist ebenfalls vermehrt darauf zu achten, dass die Magnesiumzufuhr ausreichend ist.

Du befindest dich nicht in einer dieser genannten Risikogruppen? FĂŒhlst dich fit und jung und glaubst gesund zu sein. Nun trotzdem könntest du an einem Magnesiummangel leiden, denn obwohl Magnesium natĂŒrlich in vielen Nahrungsmitteln vorkommt, sind die Mengen heutzutage einfach sehr gering. FrĂŒher wurden die Böden nach den Regeln des Sabbats gepflegt, sprich sechs Jahre Ernte und ein Jahr Pause. So hatten diese die Chance sich zu erholen. Heute haben wir diese Möglichkeit leider oft gar nicht mehr, was unsere Böden erschöpft und dazu fĂŒhrt, dass unsere Ernte nicht mehr so reich an Mineralien ist. Einmal nachzuprĂŒfen wie es mit den eigenen Magnesiumlevels aussieht, schadet sicher nicht.

Anzeichen und Auswirkungen eines Magnesiummangels

Magnesium ist lebenswichtig. Immer mehr Krankheiten werden mit einem Magnesiummangel in Verbindung gebracht. Daraus kann auch gerade geschlossen werden, dass ein zu tiefer Wert Auswirkungen auf den ganzen Körper hat. Von dem Magen-Darm-Trakt bis zu MuskelkrĂ€mpfen, Bluthochdruck und MigrĂ€ne findet sich alles. UnglĂŒcklich ist, dass bei den Symptomen oft nicht an einen Magnesiummangel gedacht wird, was zur Folge hat, dass dieser dann leider ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit bestehen bleibt. Deswegen verschaffen wir euch hier noch einen Überblick der Anzeichen eines Magnesiummangels:

  1. MuskelkrÀmpfe, Muskelzuckungen, MuskelschwÀche

Magnesium ist in den Muskeln der Gegenspieler von Calcium. Calcium sorgt fĂŒr eine erfolgreiche Kontraktion, Magnesium hingegen wird nach der Anspannung zur Entspannung gebraucht. Fehlt es oder ist es in zu geringer Menge vorhanden, so lĂ€uft das oft auf MuskelkrĂ€mpfe hinaus, aber auch Muskelzuckungen – die oft bei den Augenlidern beginnen – und allgemeiner MuskelschwĂ€che.

  1. Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Asthma, Kopfschmerzen, MigrÀne

Ohne Magnesium werden die Zellkanaele fĂŒr Calcium zu lange geöffnet und Calcium fliesst unkontrolliert in die Zelle. Dies fĂŒhrt dazu, dass es akkumuliert und die Zelle hypersensitiv wird, die Zellfunktion wird gestört. Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Angina pectoris werden begĂŒnstigt. Auch Asthma und Kopfschmerzen spielen eine Rolle. Magnesium wirkt als ein natĂŒrlicher Calciumkanalblocker.

Magnesium – Balsam fĂŒr Nerven und Psyche

  1. Schlafstörungen, Panikattacken, Depressionen

Magnesiumdefiziente Menschen sind oft unruhig. Wahrscheinlich kommt es daher, dass es vital ist fĂŒr die GABA Funktion in unserem Körper, einem inhibitorischen Neurotransmitter, welcher unser Hirn beruhigt und fĂŒr die Relaxation zustĂ€ndig ist. Menschen mit einem starken Mangel sind oft auch sehr Ă€ngstlich und leiden unter Panikattacken. Sie sind schnell nervös und können in extrem FĂ€llen sogar halluzinieren. Magnesium ist also nicht nur fĂŒr unsere Muskeln beruhigend, sondern auch Balsam fĂŒr Nerven und Psyche.

  1. Verdauungsprobleme, Reizdarm, saures Aufstossen

In unserem Verdauungsprozess sind viele Muskeln beteiligt, welche durch einen Mangel von Magnesium in ihrer Funktion gestört werden. Beim sauren Aufstossen zum Beispiel ist oft der Sphinkter betroffen. Er ist der Schliessmuskel des Magens, welcher verhindert das die MagensĂ€ure in unsere Speiseröhre, dem Oesophagus gelangt. Beim Mangel schliesst sich dieser nicht mehr richtig. Die MagensĂ€ure „kommt hoch“ und wir fĂŒhlen ein Brennen in der Kehle.

  1. Chronische MĂŒdigkeit

Zu viel Calcium in den Mitochondrien (Ort der Energieproduktion in unseren Zellen)  fĂŒhrt zu ATP-Blockierung (Energie = ATP), kann sogar zu Zelltod fĂŒhren. Bahnhof ? Kleine Erinnerung Magnesium ist der Gegenspieler von Calcium.

  1. Stress, welcher sich auf den ganzen Körper auswirkt, EntzĂŒndungen

Wie bereits erwĂ€hnt wird Magnesium in hunderten unserer Enzymreaktionen gebraucht. Macht deshalb auch Sinn, dass ein Mangel sich auf den ganzen Körper auswirkt. Stress begĂŒnstigt leider auch gerade noch die Entzuendungsreaktion.

Wird ein Magnesiummangel nicht rechtzeitig erkannt und behoben, kann dies ernstere Konsequenzen haben. Besonders betroffen sind unsere Nerven. Sie werden oft geschĂ€digt, was in den meisten FĂ€llen eine EntzĂŒndungen als Ursache hat. Magnesium blockiert die NeuroentzĂŒndung, welche durch Calciumablagerungen und anderen Schwermetallen in Hirnzellen erfolgt. Es bewacht die IonenkanĂ€le, durch welche die Metalle gerne ihren Weg in unser Gehirn finden. Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Angina pectoris, Arthritis aber auch plötzlicher Kindstod und Unfruchtbarkeit sind die Folge.

Nun, all die Anzeichen und Auswirkungen zu kennen bringt einem nichts wenn man nicht weiss, wie man einen Magnesiummangel feststellt. Die oft angewendeten Bluttests bei den Ärzten sind etwas problematisch, denn nur 1 % unseres Magnesiumlevels befindet sich auch tatsĂ€chlich im Blut. Der Rest findet man in den Muskeln, Knochen und unserer Gehirnmasse. Ein genĂŒgender Bluttest beim Arzt weist deshalb auch nicht gleich auf ausreichend Magnesium im Rest des Körpers hin. Besser ist ein EXA Magnesium Test. Bei diesem wird mit einem Wattestaebchen eine Zellprobe von den Wangen im Mundinneren abgeschabt. Da Magnesium in den meisten Geweben gespeichert wird, gibt diese Probe einen besseren Aufschluss ĂŒber den allgemeinen Level. Oft muss man beim Hausarzt explizit nach einem solchen Test fragen.

ErgĂ€nzungsmitteln – Sollst du oder sollst du nicht?

Wie so hĂ€ufig bei Vitaminen und Mineralien kommt die Frage nach ErgĂ€nzungsmitteln auf. Braucht es diese oder reicht eine ausgewogene ErnĂ€hrung aus? Wie schlimm ist denn zu viel? Nun bei Magnesium ist es so, dass es tatsĂ€chlich etwas schwierig ist ausreichend durch die Nahrung alleine aufnehmen zu können und mit den Folgen eines Mangels ist nicht zu spassen, deshalb sollte man sich schon Gedanken ĂŒber eine ErgĂ€nzung machen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und schon lange sind Tabletten nicht die einzige Lösung. Wer aber kein Problem hat Pillen zu schlucken, dem bieten sich ein grosses Spektrum verschiedener Marken, welche auch natĂŒrliches Magnesium herstellen an und solches, welches fĂŒr den Darm nicht zu belastend ist. Ein möglicher Kandidat wĂ€re das Produkt Magnesiumvital von Burgerstein, welches in beinahe jeder Apotheke und Reformhaus zu finden ist. Neben den Tabletten kann man aber auch zu Magnesiumcremes und –Sprays  greifen. Diese können auch gut angewendet werden, wenn die Tabletten den Darm zu stark reizen, denn sie gelangen durch die Mundschleimhaut bzw. Haut direkt in das Blut.

Noch ein guter Tipp zum Schluss. Falls man sich dazu entscheidet mit MagnesiumprĂ€paraten nachzuhelfen, sollte man diese immer abends vor dem zu Bett gehen einnehmen. Denn wie bereits erwĂ€hnt beruhigt Magnesium die Muskeln, Nerven und Psyche, was uns mĂŒde macht und uns besser schlafen lĂ€sst. Probieren ĂŒber Studieren.

Reference:

  1. drcarolyndean.com
  2. https://ods.od.nih.gov/factsheets/Magnesium-HealthProfessional
  3. https://draxe.com/9-signs-magnesium-deficiency
  4. http://www.ancient-minerals.com/magnesium-benefits/what-is-function